Künstliche Intelligenz wird in Unternehmen zunehmend für das Verfassen von Weihnachtsgrüssen genutzt. Technisch gesehen bietet die Technologie enorme Vorteile: Sie verfasst Texte in Sekundenschnelle, bietet kreative Ansätze und hilft, Schreibblockaden bei umfangreicher Geschäftskorrespondenz zu lösen.
Allerdings garantiert ein sprachlich einwandfreier Text noch keine gelungene und glaubwürdige Kommunikation. Da KI lediglich auf Basis gelieferter Daten arbeitet, können bei fehlendem Kontext inhaltlich unpassende oder unangebrachte Aussagen entstehen. Eine automatische Personalisierung ersetzt keine gelebte Geschäftsbeziehung, und eine zu emotionale Sprache kann unglaubwürdig wirken, wenn sie nicht zur realen Interaktion passt.
Experten empfehlen daher, KI lediglich als unterstützenden Assistenten und nicht als alleinigen Absender einzusetzen. Entscheidend bleibt die menschliche Kontrolle über Inhalt, Tonalität und Empfängerkreis. Richtlinien für den Einsatz umfassen unter anderem die klare Differenzierung von Zielgruppen, die Wahrung der eigenen Kommunikationskultur, das Vermeiden von Floskeln sowie die Einhaltung des Datenschutzes. Letztlich entsteht echte Wertschätzung nicht durch perfekte Formulierungen, sondern durch persönliche Aufmerksamkeit und ehrliche Bezüge.

